Europäische Sumpfschildkröte

(Emys orbicularis orbicularis)

Mit 7 Jahren bekam ich durch Zufall ein adultes Sumpfschildkröten Männchen geschenkt, welches unserem Nachbarn zugelaufen war. Es dauerte eine ganze Weile bis die vermeintliche Landschildkröte von mir Wasser bekam. Als mir bewußt wurde, dass es sich um eine Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) handelte und eben jene in unseren Auwäldern heimisch sind, war ich fasziniert. Diese Faszination hat mich bis heute nicht verlassen. Ich legte einen schönen Teich an und kaufte mir um mein knappes Taschengeld zwei aus der Türkei importierte Weibchen dazu.

In den folgenden Jahren wurde mir bewußt wieviele Sumpfschildkröten im Freiland (meist in Südost-Europa) gefangen und in den Handel gebracht wurden. Den Werdegang der meisten dieser Tiere möchte ich an dieser Stelle nicht beschreiben – nur soviel: überlebt hat ihn kaum eine!

So fasziniert wie ich dürften mehrer Menschen sein und die Liebhaberei kennt bis heute fast keine Grenzen. Mit dem Import der Tiere ist ein gravierendes Problem verbunden. Jene Tiere die das entzückende Jugendstatium überleben kommen in der Regel irgendwann aus oder aber werden von den Tierbesitzern – auf Grund zunehmender Größe – irgendwann im nächsten Gewässer “entsorgt”.

Damit nimmt das Übel seinen Lauf: Sumpfschildkröten mußten sich, gerade am nördlichen Rand des Verbreitungsareals, im Lauf der Evolution extremen Umweltbedingungen anpassen. So können Tiere in Südeuropa 3 x jährlich 5-6 Eier ablegen während sie im Baltikum (wo die Sommer kürzer sind) nur einmal- dafür aber bis zu 23 Eier ablegen. Aus Südeuropa importierte und später entkommeneTiere paaren sich mit unseren heimischen Sumpfschildkröten. Damit gehen lokalen Anpassungen verloren und die heimischen Bestände sind mittelfristig nicht mehr überlebensfähig. Sie sterben aus!

Aus diesem Grund ist das Aussetzen von Sumpfschildkröten ein Vergehen an unserer Natur. Wenn Sie nicht wissen wohin sie ihre zu groß gewordenen Tiere bringen sollen kontaktieren sie mich unter emys@aon.at. Ich helfe ihnen gerne einen guten Platz in einem Zoologischen Garten zu suchen.

Foto: entkommene, nicht einheimische Sumpfschildkröte in Neunkirchen (NÖ) 2005

Damit nimmt das Übel seinen Lauf: Sumpfschildkröten mußten sich, gerade am nördlichen Rand des Verbreitungsareals, im Lauf der Evolution extremen Umweltbedingungen anpassen. So können Tiere in Südeuropa 3 x jährlich 5-6 Eier ablegen während sie im Baltikum (wo die Sommer kürzer sind) nur einmal- dafür aber bis zu 23 Eier ablegen. Aus Südeuropa importierte und später entkommeneTiere paaren sich mit unseren heimischen Sumpfschildkröten. Damit gehen lokalen Anpassungen verloren und die heimischen Bestände sind mittelfristig nicht mehr überlebensfähig. Sie sterben aus!

Aus diesem Grund ist das Aussetzen von Sumpfschildkröten ein Vergehen an unserer Natur. Wenn Sie nicht wissen wohin sie ihre zu groß gewordenen Tiere bringen sollen kontaktieren sie mich unter emys@aon.at. Ich helfe ihnen gerne einen guten Platz in einem Zoologischen Garten zu suchen.

Angaben auf der Homepage stammen aus Publikationen und Vorträgen von:
N. Schneeweiß, U. Fritz, J. Poschadl, M. Auer, M. Rössler, L.Mayerhofer & E.Krüger